Chronik

Sportfreunde Walsum 09 e.V. von 1909 bis 2009

 

Als im Jahre 1909 überall in der näheren und weiteren Umgebung Fußballvereine ins Leben gerufen wurden, kam in Walsum eine Schar sportbegeisterter junger Leute zusammen, um ebenfalls einen Sportverein zu gründen.

Man wählte den Namen „Spiel und Sport 09 Walsum“ und entschied sich für die Vereinsfarben grün/weiß. So entstand der erste Fußballverein in Walsum, damals noch eine kleine Landgemeinde von knapp 7000 Einwohnern, die sich fast ausschließlich der Landwirtschaft widmeten. Manche Schwierigkeiten mussten die aktiven Spieler am Anfang überwinden, da von den Zeitgenossen das Spiel mit dem Lederball vorerst noch verpönt war. Vielfach zeigten die Eltern wenig Verständnis und nicht selten gab es hinterher eine ordentliche Tracht Prügel vom Vater. Sehr aufgeschlossen zeigte sich jedoch glücklicherweise der damalige Bürgermeister Hoeveler. Er wusste den Sportsgeist in der kleinen Landgemeinde Walsum zu fördern und tat alles was in seinen Kräften stand. So entwickelte sich schon bald ein reger Spielbetrieb. Die Mitgliederzahl stieg ständig an und bereits im Jahre 1910 konnte auch eine Turn- und Leichtathletik-Abteilung gegründet werden, die sich bald durch überdurchschnittliche Leistungen einen guten Namen machte. Der 1.Weltkrieg stoppte leider die hoffnungsvolle Aufwärtsentwicklung. Der größte Teil der Mitglieder wurde zu den Waffen gerufen und als das gewaltige Völkerringen im Jahre 1918 zu Ende war, betrauerte der Verein den Tod von 13 aktiven Sportlern. Infolge der Nachkriegswirren konnte das Vereinsleben erst 1920 aufblühen – jetzt allerdings um so kraftvoller-. Die Fußballer, Turner und Leichtathleten traten wider in Aktion und sorgten dafür, dass durch gute Leistungen der Name „Spiel und Sport Walsum 09“ einen guten Klang erhielt und die Sportler mit den grün/weißen Farben überall gern gesehene Gäste waren. Der Fußball bekam einen nie vermuteten Auftrieb. Groß war die Freude, als die erste Fußballmannschaft, die in der höchsten Klasse der DJK spielte, im Jahre 1923 in einem grandiosen Siegeszug die Gaumeisterschaft erkämpfte. Unter Turnwart Nikolas Rosenberger und Vorturner Franz Nachtigall wuchs das Leistungsniveau der Turnriegen. Zahlreiche Ehrenpreise, Pokale und Plaketten geben Zeugnis von der Leistungsstärke der Walsumer Turnabteilungen, die damals fast 100 Mitglieder umfaßte. Auf der Aschenbahn wussten sich die Leichtathleten glänzend zu behaupten. Bei den Gemeindesportfesten, die im Jahre 1924 zum ersten Mal stattfanden, lagen die grün/weißen Farben in den, meisten Disziplinen auf den vorderen Plätzen. Noch heute sind die Namen Hugo Heinig, Hans Gröppner, Franz und Max Claus sowie der Olympianachwuchsmann Franz Winter für die älteren Sportgenerationen ein Begriff. Zu dieser Zeit trugen sich auch in Vierlinden einige Männer mit dem Gedanken einen Sportclub zu gründen. In der Gaststätte Haske fanden Sie sich ein. Der erste Vorsitzende Karl Göller und einige tatenfreudige Sportkameraden garantierten dem Club “Sportfreunde Vierlinden1925“ die Existenz. Es waren Schriftführer Hermann Schulz, Kassierer Anton Birmes, Jugendobmann Otto Plog und Spielerobmann Heinrich Rix. Als das Lehrgeld bezahlt war, stellten sich auch bei den Fußballern in Vierlinden die Erfolge ein. Zunächst kickten die schwarz/weißen am Driesenbusch, dann bauten sich die Vierlindener unweit des Finkenplatzes eine neue Anlage.

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In dem jungen Verein Sportfreunde Vierlinden entwickelte sich die Leichtathletik Abteilung ebenfalls prächtig. Die älteren Sportfreunde erinnern sich noch heute an die großen Abendsportfeste. Unvergesslich wie Langstreckenläufer Franz Oerrtel dem Deutschen Meister im 5000m Lauf einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferte, der alle mitriss. Franz Claus, Fritz Neugebauer, Konrad Birmes und Willi Cleven boten als Sprinter ausgezeichnete Leistungen. In den nachfolgenden Jahren spielten die Fussballer von Spiel und Sport Walsum 09 und Sportfreunde Vierlinden zwar eine gute Rolle, erreichten aber nicht das Ziel in der Klasse. Knisternde Stimmung herrschte vor, wenn die Lokalrivalen im Fussball aufeinander trafen. Dann kamen die Fussballer in Scharen und bei der gesunden Rivalität ging dann manchmal das Temperament etwas durch. Die folgenden Jahre stellten harte Anforderungen an die Sportler aus Walsum und Vierlinden. Während die Sportfreunde immer wieder aufgrund der industriellen Entwicklung die mit eigenen Händen geschaffenen Sportstätten aufgeben mussten, mussten im Dritten Reich 1933 die „Jugendkraftler“ von Spiel und Sport 09 Walsum ihre Pforten schliessen. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt und jeglicher Spielbetrieb wurde verboten. So zerstreuten sich die aktiven Mitglieder in alle Winde.Vereinsgeschichte 2In dieser Zeit eröffnete der Schacht Walsum seinen Förderbetrieb. Das die Vierlindener Fußballer dadurch nicht wesentlich profitierten, verwunderte eigentlich, denn gerade die sogenannten „Püttvereine“, wie Westende Hamborn, Helen Essen und Gelb Weiß Hamborn entfachten sich zu Spitzenmannschaften am Niederrhein. Dennoch spielten die Sportfreunde einen technisch guten Fußball und standen daher in Vierlinden hoch im Kurs. Der 2. Weltkrieg kam und wieder erlitt der Sport einen erschreckenden Rückschlag. Bei den Sportfreunden aus Vierlinden, die während des 2. Weltkrieges nur mit Hilfe einer Sportgemeinschaft den Sportbetrieb etwas aufrecht erhielten, ging es sofort nach dem Zusammenbruch an den Wiederaufbau. Am Römerhof nahm Paul Claus jetzt die Zügel straff in die Hand. Tatkräftig unterstützt von Franz Wissing, dem heutigen „Ehrenplatzwart“, Heinrich Müller und anderen Unentwegten, pulsierte das Vereinsleben bald wieder kräftig. Sofort nach Abschluss der ersten Meisterschaftssaison standen die Fußballer aus Vierlinden mir Wacker Meiderich punktgleich an der Spitze. Mit 2:1 gewannen die Wackeraner das Entscheidungsspiel. Nachfolgend wurde die erste Mannschaft immer wieder kurz vor dem Ziel abgefangen. Man resignierte jedoch nicht, da der Kameradschaftsgeist ausgeprägt war. Dann endlich – im Spieljahr 1957/58 – war es soweit. Trainer Philipp schickte eine stark verjüngte Mannschaft in die Saison. Das ein unwahrscheinlicher Siegeszug bis zur Meisterschaft folgen würde, daran dachte in Vierlinden beim Start wohl niemand. Egon Lotric, langjähriger Stammspieler und anschließender Erfolgstrainer, kann sich noch heute sehr lebhaft erinnern: Beim BV Beeck 05 bekamen wir am ersten Spieltag einen 0:4 Abzug. Das es dann bis zum letzten Spieltag keine Niederlage mehr gab, ist mir heute noch unbegreiflich. 29 Spiel in Folge ohne Niederlage. Wen wunderte es da, dass die schwarz/weißen ihren Meisterbrief schon früh in der Tasche hatten.“ Die Mannschaft verfügte über ein enormes Können: Begeisterung am Römerhof, wenn die Jungen um Heini Wissing aufspielten.

Aber auch die „Jugendkraftler“ von Spiel und Sport 09 Walsum rafften sich nach dem bitteren Ende des Krieges zu neuen Taten auf. Ein neuer Sportplatz wurde auf dem Gelände der Zellstoffwerke (heute Haindl) an der Rheinstraße errichtet und bald tummelten sich hier wieder Jung und Alt beim Fußballspiel. Als der Sportplatz aufgegeben werden musste, zogen die Jugendkraftler“ ins Stadion um, dass durch die Anfuhr von ungeheuren Mengen Asche wieder einigermassen bespielbar wurde. Mit zwei Senior- und vier Jugendmannschaften konnte sich der Spielbetrieb wieder sehen lassen. Die erste Mannschaft erkämpfte den Aufstieg in die erste Kreisklasse und scheiterte im Jahre 1957/58 nur knapp an der Amateur Mannschaft von Hamborn 07, die mit winzigem Vorsprung das Zielband zerriss und zur Bezirksklasse aufstieg.

Die Tischtennis Abteilung der Jugendkraftler von 09 hatte schon ein Jahr vorher den Aufstieg in die Landsliga geschafft. Es gelang ihr mit der Mannschaft Reiske, Dwoaczyk, Krüßmann, Hermsen, Lurweg und Markwitz sich in dieser hohen Klasse zu behaupten und durch einige schöne Erfolge den Klassenverbleib zu sichern. Auch von der Jugendabteilung der Jugendkraftler konnten schöne Erfolge berichtet werden. Jugendobmann Heinz Beyer führte seine Jungen zu mancher Gruppenmeisterschaft und schnitt mit seinen Mannschaften bei den Spielen um die Kreismeisterschaft beachtlich ab.

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So kam das Jahr 1958 heran. Ein Jahr, dass für die Walsumer Sportgemeinde ein Markstein in der Vereinsgeschichte werden sollte.

Am 24.08.1958 hatten sich die Fronten geklärt. Der Spiel und Sport Walsum 09 schloss sich mit dem Sportverein Sportfreunde Vierlinden 1958 zusammen. So entstand als neuer Verein „Sportfreunde Walsum 09“ mit den Vereinsfarben schwarz/weiß/grün. Unter der Führung von Hugo Born, einem umsichtigen ersten Vorsitzenden, kamen mit Unterstützung seiner vorbildlichen Mitarbeiter schnell alle unter einem Hut. Senioren, Jugendmannschaften, Tischtennis Spieler, Leichtathleten und Handballer –es gab sogar eine Damen Mannschaft –betrieben Sport nun unter der schwarz/weiß/grünen Flagge. Es war im Jahr nach dem Zusammenschluss wohl ein einmaliges Kuriosum, dass die Fussballmannschaft noch eine Saison getrennt spielen musste. So musste in der Spielzeit 1958/59 die erste Mannschaft in der Landesliga und die zweite Mannschaft in der 1. Kreisklasse getrennt versuchen einerseits den Klassenverbleib zu sichern bzw. den Aufstieg in die Bezirksklasse zu schaffen.

Die meisten Vorteile von der Vereinigung hatte die Jugendabteilung, da in beiden Vereinen vorher die Nachwuchspflege ganz gross geschrieben wurde. Als Garanten für eine erfolgreiche Arbeit stand von den Jugendkraftlern der wendige Heinz Beyer und von den Sportfreunden Vierlinden der unverwüstliche August Stürzer, heute Ehrenjugendobmann, zur Verfügung, die mit einer Intensität an die Sache gingen die alle mitriss. Da daneben noch ein grossartig mitarbeitender Jugendausschuss zur Verfügung stand, war es möglich, dass von den geschickt zusammen gestellten Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaften nicht weniger als 5 die Gruppenmeisterschaft errangen. Dabei ist besonders zu erwähnen, dass fast alle Mannschaften die Pflichtspiele ohne Niederlage absolvierten und sich mit Recht „Meister“ nennen konnten. Dieser Leistungsaufschwung berechtigte für die Zukunft zu den besten Hoffnungen. Nach dem Aufstieg der ersten Fußballmannschaft in die Landesliga galt es zunächst einmal den Klassenverbleib zu sichern, zumal es bedeutsame Abgänge gab, so Torwart Prill und Werner Rinas, die beide ins Vertragsfußballlager zu Hamborn 07 wechselten. Bis 1962 belegte die erste Mannschaft ständig einen Platz im Mittelfeld. Während die Handballer und Leichtathleten ihren Betrieb leider eingestellt hatten, wuchs in der Jugendabteilung eine ,,Saat“ von jungen Fussballern heran, von der man einiges erwarten konnte. Tatsächlich enttäuschten die jungen, ehrgeizigen Burschen nicht. So stand dem Trainer Heinz Fichtenhofer eine Gruppe vor Beginn der Saison 1962/63 zur Verfügung, die vor Einsatzfreude förmlich ,,brannte“. Das 1:0 im ersten Heimspiel gegen den SV Wesel war mässig und ließ keinen ,,Höhenflug“ vermuten. Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Nach der grossen Leistung beim eindrucksvollen 4:2 Erfolg beim Favoriten Rhenania Bottrop keimten erste Hoffnungen auf. Trainer Heinz Fichtenhofer konnte seine Mannschaft immer in bester Verfassung präsentieren.

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Der Vorstand seit 1960 unter der Führung von ,,Natz Keller“, unterstützten die Belangte der ,,Ersten“ im großen Maße. Bereits nach dem 28. Spieltag, der wegen der langen Winter-Zwangspause spät fällig wurde, war alles klar. Mit 4 Punkten Vorsprung wurde die Meisterschaft und damit der Aufstieg in die Verbandsliga, der höchsten Deutschen Amateurklasse, errungen. Es verdient dabei besondere Erwährung, dass die Mannschaft auf eigenem Platz ungeschlagen blieb und nur 2 Punkte abgab. Leider wurde dieser Erfolg dadurch getrübt, dass die zweite Mannschaft nach drei Entscheidungsspielen absteigen musste und auch die dritte Mannschaft den Klassenerhalt nicht schaffen konnte. Im Jahre 1963/64 stand die erste Mannschaft als Neuling in der Verbandsliga vor einer schweren Aufgabe. 18 Vereine umfasste die Gruppe, von denen nach Abschluss des Spieljahres fünf absteigen mußten. Schon am ersten Spieltag trafen mit Walsum 09 und VFB Lohberg zwei alte Rivalen aufeinander. Mehr als 3.000 Zuschauer erlebten einen 2:1 Erfolg des Neulings, der sich viel Respekt verschaffte. So schlug sich die erste Mannschaft als Gruppenneuling in der Verbandsliga im ersten Jahr prächtig und belegte mit 33:35 Punkten einen beachtlichen Mittelplatz. Die zweite Mannschaft wollte ebenfalls nicht zurück stehen und sicherte sich auf Anhieb wieder den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Aber im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Verbandsliga zeigte sich deutlich, dass der Kampf in der höchsten Amateurklasse hart ist. Zum Abschluß konnte sich die erste Mannschaft nur durch ein Entscheidungsspiel, das in Osterfeld gegen Eintracht Duisburg mit 3:0 gewonnen wurde, den Klassenerhalt in einem glänzenden Spiel sichern. Sehr schlecht sah es in der folgenden Saison aus. Zuerst schon völlig abgeschlagen erwachte wieder der alte „Kampfgeist“. Der Erfolg: 11 Spiele lang blieb die Mannschaft ungeschlagen. Das bedeutet sogar den 7. Tabellenplatz. Hier war zweifellos ein kleines Fussballwunder geschehen. Das Jahr 1966/67 brachte dann einen grossen Rückschlag. Die erste Mannschaft konnte an die Leistungen der letzten Jahre nicht anknüpfen und musste aus der Verbandsliga absteigen. Auch die übrigen Mannschaften konnten keine Bäume ausreißen und belegten nur magere Mittelplätze. Mit großen Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg startete die erste Mannschaft in das nächste Spieljahr; die Enttäuschung war aber riesengroß, als die erste Mannschaft nur einen Platz in der Spitzengruppe erreichte und die zweite und dritte Mannschaft, die ein Jahr zuvor aufgestiegen war, absteigen musste. Das hatten zur Folge, dass mehrere Spieler abwanderten und alle Mannschaften stark verjüngt werden müssten. So konnte es nicht verwundern, dass auch im Spieljahr 1968/69 keinerlei Aussichten auf eine Meisterschaft bestand und alle Hoffnungen auf die Zukunft gerichtet werden mußten. Im Spieljahr 1969/70 begann die erste Fußballmannschaft mit großartigen Erfolgen in der Landesliga, aber aufgrund des großen Kräfteverschleißes konnte die Klasse nicht erhalten werden, so das ein Neubeginn in der Bezirksklasse notwendig war. Dieser Neubeginn im Spieljahr 1970/71 war für uns alle überraschend, denn trotz erneuerter Verjüngung schaffte diese am Ende den Wiederaufstieg in die Landesliga nach erringen der Bezirksmeisterschaft. In der Landesliga konnte sich die erste Mannschaft dann 3 Jahre erfolgreich behaupten, bevor sie 1974 wiederum in die Bezirksklasse abstieg. 4 Jahre versuchte die Mannschaft in dieser Klasse den Wiederaufstieg zu schaffen. Mit viel Pech wurde er teilweise nur knapp verpaßt. Nach dem strapaziösen Spieljahr 1977/78 konnten wir uns erst am letzten Spieltag endlich für den Wiederaufstieg in die Landesliga qualifizieren. In diese leistungsstarke Mannschaft, die noch jung an Jahren von unserem damaligen Trainer Lotric zu einer kameradschaftlichen und sportlichen Einheit geformt wurde, hatten wir das volle Vertrauen für diesen Aufstieg gesetzt. Dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn auch im Jubiläumsjahr 1979 (70Jahre) konnten wir nicht nur die Landesliga-Klasse erhalten, sondern auch einen achtbaren Mittelplatz erringen. Leider mussten wir im Spieljahr 1979/80 aufgrund großer personeller Veränderungen erneut den Abstieg in die Bezirksklasse hinnehmen. Aber bereits 1982 schafften wir erneut unter Trainer Egon Lotric nach einer grandiosen Aufholjagd wiederum den Aufstieg in die Landesliga. Dabei muß man sich vorstellen, dass die Mannschaft in der zweiten Serie 7 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter hatte und es doch noch geschafft hat am Ende oben zu stehen.

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Im Spieljahr 1982/83 konnte die erste Mannschaft als Neuling in der Landesliga einen beachtenswerten Spitzenplatz erreichen. Bei etwas Glück hätte sogar der Aufstieg geschafft werden können. Besonders erfreulich war in diesem Spieljahr die Tatsache, dass die zweite Mannschaft endlich aus der Kreisliga B wieder in die Kreisliga A aufsteigen konnte und somit zahlreiche attraktive Lokalkämpfe gegen unsere Nachbarvereinen bieten konnte. Für diese Saison 1983/84 hatten wir uns als Ziel vor Saisonbeginn den Klassenerhalt gesetzt. Erstaunlich wurde die Mannschaft im Laufe des Jahres jedoch immer stärker und war einige Male unter Trainer Horst Müller Spitzenreiter. Lange Zeit konnten wir hoffen, dass im diesjährigen Jubiläumsjahr erneut ein Aufstieg, diesmal in die Verbandsliga möglich ist. Doch leider machte sich zum Abschluss der Saison der Kräfteverschleiss bei unserer noch relativ jungen Mannschaft bemerkbar, so dass in den letzten Spielen die Aufstiegshoffnungen begraben werden mussten. Was blieb, war jedoch immer noch ein ausgezeichneter und am Anfang nicht erwarteter Spitzenplatz der Mannschaft. In den weiteren Jahren konnte man feststellen, dass die Mannschaft weiter an Kampfstärke verlor. Im Spieljahr 1988/89 verliessen einige Leistungsträger den Verein, und die jungen Spieler konnte diese Lücken nicht schliessen, so dass der Verein aus der Landesliga in die Bezirksliga absteigen musste. Im Spieljahr 1989/90 wollte man mit der ersten und zweiten Mannschaft den Klassenerhalt schaffen. Im Verlaufe der Spielzeit konnte man bei beiden Mannschaften feststellen, dass die Spielerverluste im Jahr zuvor nicht zu verkraften waren, so dass beide Seniorenmannschaften abstiegen. In den Jahren darauf stieg die 2. Mannschaft bis in die Kreisliga C ab. Die 1. Mannschaft spielte fast in jedem Jahr um den Aufstieg in die Bezirksliga mit. Leider wurde das Team immer wieder kurz vor dem Ziel abgefangen. Im April der Saison 1999/2000 wurde der damalige Vorstand gekippt und somit gingen damals solidarisch die fast komplette 1. Mannschaft samt Trainer Kurt Ziegler bevor die Saison beendet wurde. Die 2. Mannschaft, betreut von Reiner Vogt (stand damals auf einem Aufstiegsplatz in der Kreisliga C) musste also in die Bresche springen und die Saison zu Ende spielen. Mit Ach und Krach konnte die A-Liga gehalten werden (die 2. Mannschaft stieg leider nicht auf). Doch in der folgenden Saison konnte die Klasse nicht gehalten werden.

Somit war es bittere Realität: Am Römerhof gab es in der Saison 2001/2002 nur Kreisliga B Fußball zu bestaunen. In diesem Jahr formte Reiner Vogt ein Grundgerüst welches in der nächsten Saison um den Aufstieg spielen sollte. Die Saison wurde mit einem Tabellenplatz im oberen Tabellendrittel abgeschlossen.

Voller Tatendrang ging man also in die Saison 2002/2003. Rudi Völlers Jungs wurden bei der WM in Asien 2. aber die junge 09ner Mannschaft wollte, in ihrer Gruppe, mindestens einen Platz besser abschneiden. In einer spannenden Saison lieferte man sich mit dem Lokalrivalen DJK Vierlinden über die gesamte Saison einen packenden Zweikampf. Zweimal besiegte man die Schwarz/Gelben 4:3 und 1:0 (vor gut 1000 Zuschauern). Am Ende reichte ein Vorsprung von einem einzigen Pünktchen zur Meisterschaft für die Sportfreunde Walsum 09.


Meister 2003Kader der Meistermannschaft 2002/2003
Trainer: Reiner Vogt
Tor: Florian Jesse, Sven Seidel
Abwehr: Rene Sonnemans, Marc Sommer, Christian Herbst, Marco Toniolo, Burhan Akdeniz,
Mittelfeld: Patrick Stuckmann, Cemal Sezgin, Köksal Sezgin, Patrick Kapuscziok, Ibrahim Ayan, Mustafa Sezgin, Martin Mikuda, Vedat Sarica
Sturm: Patrick Hayna, Daniel Perdighe, Kai Pisano
 
Bedauerlicherweise zerfiel die Aufstiegsmannschaft bereits vor der Saison 2003/2004. Der Vorstand entschloss sich aufgrund dieser Ereignisse, Reiner Vogt seiner Tätigkeit zu entbinden. Der Nachfolgende Trainer hatte nun die schwere Aufgabe aus einer fast komplett neuen Mannschaft ein Team zu formen, welches die Kreisliga A halten sollte. Insgesamt drei Trainer wurden für diese Saison eingesetzt (Karsten Bimmermann, Helmut Liberkowski und Werner Pusch). Doch der Klassenerhalt sollte nicht gelingen. Leider musste die Mannschaft nach nur einem Jahr wieder zurück in die Kreisliga B.

 

 Werner Pusch betreute die Mannschaft fast 4,5 Jahre und scheiterte immer nur ganz knapp.
Wie zuletzt in der Saison 2006/2007 wo Walsum 09 nach insgesamt 4 Entscheidungsspielen
(2:1 gegen Rheinland Hamborn, Spielabbruch gegen 1.FC Hagenshof, 2:0 gegen SV Hamborn 90 II und 0:2 gegen HSV Hilaspor) den Aufstieg verpasste.
Ein Aufstiegwirrwarr fand in Hilalspor einen Aufsteiger und in Walsum 09 ein Opfer des Systems.

 Mannschaftsfoto Saison 2006-200702
Saison 2006/2007
hinten links: Werner Pusch, Mario Ludwig, Dennis Mühle, Adrian Manka, Martin Scholten, Oliver Köster, Mark Divossen, Fabian Seidel, Stefan Gelhaar, Christian Parwolski, Michael Ueffing, Andre Kletsch
vorne links: Stephan Stutzmann, Burhan Akdeniz, Jean-Pierre Gerstenberger, Kai Pisano, Sven Seidel, Marcel Nabasik, Daniel Woytena, Taner Türkmen, Helmut Barthels

In der Saison 2007/2008 wurde am vorletzten Spieltag als Tabellenführer gegen Viktoria Wehofen gepatzt (1:3).
So beendete ein enttäuschter Werner Pusch schließlich sein Engagement im Sommer 2008 bei den grün-schwarzen.

In der gleichen Saison feierte Christian Herbst mit seiner 2. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga B. Nach etlichen Jahren in Deutschlands letzter Liga gelang wenigstens der 2. Mannschaft den Sprung eine Etage höher. Kontinuierliche Aufbauarbeit und ein eingeschworener Haufen erkämpfte sich hinter DJK Vierlinden II den zweiten Aufstiegsplatz.
In der Saison 2008/2009 konnte bereits früh der Klassenerhalt gesichert werden.
Kader der Aufstiegsmannschaft:
Trainer: Christian Herbst
Tor: Stefan Schüttendiebel, Sven Seidel
Abwehr: Marco Toniolo, Sascha Gräfe, H.Cetinbalta, S.Sarica, C.Toszkowski
Mittelfeld: Marcel Mertes, Marcel Grzywacyk, Marc Sommer, Steve Sommer, Andreas Hiersekorn, Martin Mikuda, Mark Scharpegge
Sturm: Patrick Hayna, Dennis Hecht, Andre Makurath, Jörn Schmidtke

Im August 2009 bekamen die Sportfreunde Walsum 09 eine komplett neue Sportanlage mit Kunstrasen + Kleinspielfeld, Flutlichtanlage und einer neuen Tribüne. Dafür hat der Verein den Ascheplatz an die Stadt abgegeben.